(Vielen Dank an die
Ginsheimer Altrheinbouler, dass wir die Regeln kopieren konnten.
Genaueres
gibt’s ganz klar auf http://www.altrheinbouler.de/)

Zwei
Teams spielen gegeneinander. Ein Team besteht entweder aus zwei oder drei
Spieler, die über insgesamt sechs Kugeln verfügen oder aus einem Spieler, der
drei Kugeln zur Verfügung hat. In der Zweiermannschaft spielt jeder Spieler mit
drei Kugeln, in der Dreiermannschaft mit zwei Kugeln.

Vor
Beginn des ersten Durchgangs wird ausgelost, welche Mannschaft das Ziel (eine
kleine Holzkugel von 20-30 mm Durchmesser) zuerst werfen darf. Ein Spieler
dieser Mannschaft zeichnet ein Kreis auf den Boden (35-50 cm Durchmesser) aus
dem das Ziel auf eine Entfernung von 6-10 m geworfen wird. Die gleiche
Mannschaft wirft nun die erste Kugel dem Ziel so nahe wie möglich. Beim
Wurf müssen die Füße des Spielers innerhalb des Kreises sein und Bodenkontakt
behalten, bis die gespielte Kugel den Bogen berührt. Mannschaft B
versucht nun, eine Kugel dem Ziel noch näher zu bringen - ist ihr das gelungen,
versucht Mannschaft A diese wieder zu überbietet ... und so fort, bis alle
Kugeln gespielt sind.
Hat
eine Mannschaft keine Kugeln mehr , versucht die andere Mannschaft ihre Kugeln
so zu platzieren, dass sie näher am Ziel liegen als die dem Ziel am nächsten
liegende gegnerische Kugel.
Jede
Kugel einer Mannschaft, die dem Ziel näher liegt als die Bestplatzierte des
Gegners zählt ein Punkt. In einem Durchgang wird also mindestens 1 Punkt
vergeben (wenn bereits die zweitnächste Kugel die eines Gegners ist) und im
Extremfall gibt es 6 Punkte, wenn eben alle Kugeln besser platziert sind als
die beste des Gegners.
Bei
jeder zu spielenden Kugel bieten sich so viele Möglichkeiten der Ausführung
(gegnerische wegschießen, den Weg zum Ziel verbauen um Verluste zu limitieren,
mit der Kugel die Lage des Ziels verändern, usw.), dass im Regelwerk die Zeit
für die taktischen Erörterungen begrenzt werden musste.
Die
Mannschaft, die den Durchgang gewonnen hat, beginnt den nächsten wie vorher
beschrieben. Das Spiel ist beendet, wenn ein Team 13 Punkte gewonnen hat.
Das
einfache Prinzip des Spiels lässt der Taktik und Phantasie den Raum, der jeden
Durchgang anders aussehen lässt. Ein taktischer Fehler ist meist gravierender
als eine schlecht gespielte Kugel.

Grundsätzlich
gibt es zwei Arten die Kugeln zu spielen, indem man beilegt oder schießt. Es
gibt zwar die unterschiedlichsten
Techniken beim Beilegen wie auch beim Schießen, um aber diese Technik in den
Griff zu bekommen, sollten Sie auf die richtige Handhaltung achten: man wirft
mit der nach unten gewandten Handfläche. Dadurch bekommt die Kugel einen
gewissen Rückdrall, und wenn Sie den Dreh raushaben, können Sie die Kugel so
manipulieren wie es Bodenbeschaffenheit und Spielsituation verlangen.
Mindestens
so wichtig wie die Beherrschung der Technik ist die TAKTIK, die dem Spiel die
Würze gibt. Über dieses Thema sind tatsächlich schon Abhandlungen geschrieben
worden, dick wie Kochbücher, doch nach deren Lektüre werden Sie kaum schlauer
sein, Praxis heißt hier das Rezept.

Na dann, viel Spaß!